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22.09.2015 - 08:12 Uhr

Land fördert Fachhochschulen: HAWK profitiert-Rund 390.000 Euro für Studienberatung und Weiterbildung für die Lehrenden

Holzminden (red). Im Rahmen des Programms „Best Practice: Mehr Qualität in der Hochschullehre“, einer Säule des Niedersächsischen Fachhochschulentwicklungsprogramms (FEP), fördert das Land auch ein HAWK-Projekt, das sich auf die Weiterbildung der Lehrenden konzentriert. Das Projekt kombiniert dabei zwei Ansätze: Lehrende erforschen und reflektieren nach wissenschaftlichen Methoden ihre eigene Lehre und leiten daraus Verbesserungsmöglichkeiten ab. Gleichzeitig werden die Lehrenden professionell in der Betreuung und Beratung von Studierenden geschult.

Vorbilder für die beiden Maßnahmen liefern die Universitäten Lübeck und Magdeburg sowie die Hochschule Hannover, wo die Themen im Rahmen von Qualitäts-Pakt-Lehre-Projekten schon erfolgreich eingeführt und umgesetzt wurden. „Dieses Programm ist ein weiterer Baustein, um die Betreuung der Studierenden und die Lehrqualität  an den Fachhochschulen zu verbessern. Gute Ansätze sollen auf andere Standorte übertragen werden, damit möglichst viele Studierende davon profitieren“, sagt Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur (MWK).

Das Wissenschaftsministerium fördert das HAWK-Vorhaben mit knapp 300.000 Euro. Die Realisierung des „Best Practice“-Projekts an der HAWK wird in Zusammenarbeit mit dem Projekt LernkulTour realisiert, das seit 2011 aus dem Qualitätspakt Lehre finanziert wird. Mit dem Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre ("Qualitätspakt Lehre") sollen die Betreuung der Studierenden und die Lehrqualität an Hochschulen verbessert werden. Der Bund stellt dafür zwischen 2011 und 2020 rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Gefördert werden 186 Hochschulen aus allen 16 Ländern.

In der pädagogischen Fachsprache heißen die an der HAWK kombinierten Fortbildungsansätze für Lehrende „Scholarship of Teaching and Learning(SoTL)“ (Universitäten Lübeck und Magdeburg) sowie  „Habitussensible Studienverlaufsberatung” (Hochschule Hannover).

Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) kann zusammengefasst als eine Art der Praxisforschung bezeichnet werden, mit der Lehrende ihre eigene Lehre durch Untersuchungen erforschen und systematisch reflektieren. Ziel ist, die Ergebnisse zum Beispiel innerhalb des Kollegiums einer Fakultät oder eines Studiengangs zu diskutieren. Dabei kann es um Lehrerfahrungen, didaktische Kompetenzen oder den Lehrstil gehen. Die Vorgehensweise orientiert sich an wissenschaftlichen Methoden.

Auf diesem Wege erfolgt eine eigenständige, methodengeleitete Auseinandersetzung mit der eigenen Lehre, aber auch mit den strukturellen Bedingungen der Lehre, wie Studiengangsordnungen, Modulkonzeptionen oder  Kommunikationswege innerhalb der Fakultät. Dieser Ansatz zur Qualitätsentwicklung in der Hochschullehre hat seinen Ursprung in der angelsächsischen Lehrtradition und entwickelt sich seit 2004 zu einer international anerkannten Vorgehensweise.

Die „habitussensible Studienverlaufsberatung“ qualifiziert Beratende unter anderem durch die Entwicklung einer besonderen Sensibilität für die soziale Herkunft und Verhaltensweisen der Studierenden, um sie in allen Phasen ihres Studiums zu begleiten und zu unterstützen. Insbesondere sollen Studienhürden für Studierende aus nichtakademischen Elternhäusern oder mit Migrationshintergrund abgebaut werden.

Die beiden Maßnahmen zielen in ihrer Kombination zum einen auf einen umfassenden Kompetenzzuwachs bei Lehrenden bezüglich ihrer Lehr- und Beratungskompetenz. Zum anderen profitieren Studierende auf diese Weise durch eine professionalisierte Begleitung und Beratung über den gesamten Zeitraum ihres Studiums. Für Lehrende der HAWK bedeutet das Programm eine Qualifizierung für den Umgang mit einer zunehmend heterogener werdenden Studierendenschaft. Die HAWK versteht sich als offene Hochschule, die insbesondere Studierenden der ersten Generation und mit Migrationshintergrund faire Chancen für ein erfolgreiches Studium ermöglichen möchte.

„Das jetzt geförderte Projekt ergänzt die bereits eingeführten und etablierten Maßnahmen und verbessert die Lehr-Lern-Qualität an der HAWK weiter“, betont Prof. Dr. Annette Probst, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der HAWK.

Eine weitere Säule des Fachhochschulentwicklungsprogramms ist die Verbesserung der Serviceleistungen für Studierende an Fachhochschulen. Die HAWK baut mit einer Förderung von rund 90.000 Euro in diesem Bereich eine Erstkontaktstelle für Anfragen von Studierenden und Studieninteressierten auf und implementiert die Angebote der Erstkontaktstelle in das bestehende Beratungsnetzwerk der Hochschule.

Foto: HAWK

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