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07.09.2015 - 15:14 Uhr

Wie kann die Holzmindener Innenstadt belebt werden?

Holzminden (mhn). Nicht nur in Holzminden ist eine vermehrte Schließung von Geschäften in der Innenstadt zu erkennen, bundesweit müssen sich Kommunen gegen diesen Trend wehren und Möglichkeiten schaffen, um diesem Trend aktiv entgegenzuwirken. Mit Fokus auf die Holzmindener Innenstadt stellen sich die Fragen: Welche Wirkung hat eine Öffnung der Innenstadt für Fahrradfahrer? Soll die Fußgängerzone für den Fahrzeugverkehr geöffnet werden? Wie kann eine Veränderung der Parkplatzsituation positive Änderungen erwirken?

Im Rahmen der anstehenden Sitzung des Ausschusses für Allgemeine Ordnung und Feuerwehr hat das Stadtmarketing-Team drei Maßnahmen in Betracht gezogen, die man an Bürgermeister Daul und die Mitglieder des Ausschusses sowie den Rat der Stadt Holzminden richten möchte.

Tabus brechen und neue Wege gehen

Das Stadtmarketing-Team appelliert an die Entscheider der Stadt Holzminden in neuen Bahnen zu denken oder auch offen mit bisherigen Tabus umzugehen, um der fortlaufenden Entwicklung des zunehmenden Leerstands entgegenzuwirken. „Unseres Erachtens ist es dringend notwendig, die Obere Straße als Fußgängerzone zurück zu bauen und einseitig für den Straßenverkehr im Rahmen einer Spielstraße zu öffnen. Wünschenswert ist es dabei, in der Oberen Straße auch zusätzliche Parkbuchten zu schaffen für Kurzparker“, erklärt das Team um Ralf Schwager und Ruth Koßmann. Man hoffe, dass eben dieser Vorschlag in den Ausschüssen diskutiert werde. „Es geht hier um die Existenz unserer Innenstadt als attraktiver Einkaufsstandort gerade auch für auf den Pkw angewiesenen Einwohner und Kunden aus dem Umland", fügt man an.

Parkplatzsituation

Auch die Situation rund um das Thema parken ist im Moment nicht zufriedenstellend. Viele Gespräche habe das Stadtmarketing-Team mit Investoren, Immobilienbesitzern und Maklern geführt und oft standen die Fragen im Raum:

- Wie kann der Kunde seine gekauften Waren nach Hause transportieren?

- Wie weit entfernt ist der Kofferraum meines PKW?

- Sind die Parkplätze gebührenpflichtig?

„Wir haben in Holzminden zwar genügend Parkplätze, mit Ausnahme des Parkplatzes am Johannismarkt, aber nicht in unmittelbarer Innenstadtnähe. Viele Städte unserer Größenordnung sind dazu übergegangen, gar keine Parkgebühren mehr zu nehmen und die Parkzeit über Parkscheiben zu regeln oder Parkautomaten zu benutzen, mit denen nach der Parkzeit bezahlt wird - das wäre auf dem Johannismarktparkplatz unproblematisch möglich“, erklärt das Stadtmarketing-Team in dem Schreiben.

Im gleichen Atemzug fordert man, dass der Nordstraßenparkplatz generell kostenfrei zu nutzen sein sollte. Durch den Verzicht auf die Einnahmen der Parkgebühren könnten die Einnahmen der Gewerbesteuer kompensatorisch wirken.

Mit dem Fahrrad durch die Innenstadt?

Was in vielen Städten bereits umgesetzt wird, ist in Holzminden noch ein Fremdwort. „In vielen Gesprächen mit Holzmindener Radfahrern, aber auch mit Radtouristen, die zunehmend unsere Stadt besuchen, stößt es immer wieder auf Unverständnis, dass in unseren doch recht großzügig bemessenen Fußgängerzonen das Radfahren nicht erlaubt ist“, so das Team, dabei seien doch gute Erfahrungen gemacht worden im Bereich der  Bürgermeister-Schrader-Straße, Bismarckstraße, Hinter den Höfen, Ernst-August-Straße etc.

Eine Öffnung der Fußgängerzone und des Marktplatz sei sinnvoll und durchführbar, ist man sich sicher. Radfahrern könnte man das Durchfahren, wie in verkehrsberuhigten Zonen, mit angepasster Geschwindigkeit erlauben.

„Für die Holzmindener würde das Einkaufen - in den Fahrradkorb- in der Innenstadt attraktiver und leichter und wir glauben, dass sowohl der Einzelhandel als auch die Gastronomie von einer solchen Maßnahme profitieren werden“, so das Team.

Man könne sich Holzminden als eine fahrradfreundliche Innenstadt vorstellen. Denkbar ist auch eine probeweise Öffnung für sechs Monate, um den eigenen Argumenten praktischen Nachdruck zu verleihen und entsprechende Erfahrungen zu sammeln. „Unserer Wahrnehmung nach wird das Radfahrverbot in den Fußgängerzonen von vielen Fahrradfahrern bereits jetzt nicht befolgt, so dass eine Legalisierung als positives Signal wahrgenommen würde“, heißt es abschließend.

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