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30.04.2017 - 08:48 Uhr

Grüne Mitglieder für Elternbefragung für Gesamtschule in Holzminden - Christian Meyer: „Unterstützen Forderungen von Kreis- und Stadtelternrat nachdrücklich“

Holzminden (red). Die Mitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen hat mit Entrüstung den von SPD, FDP und UWG im Kreistag beschlossenen Verzicht auf die im Wahlkampf versprochene Elternbefragung zu einer Integrierten Gesamtschule (IGS) zur Kenntnis genommen. “Der Landkreis Holzminden droht damit einer der wenigen Landkreise in Niedersachsen zu bleiben, der diese von vielen Eltern nachgefragte Schulform nicht anbietet. Die Abwanderung zur IGS nach Hameln, Bodenfelde oder Karlshafen, sowie zur PGS-Dassel wird damit Vorschub geleistet und die Schulstandorte im Kreis geschwächt“, erklärte der grüne Kreis- und Landtagsabgeordnete Christian Meyer aus Holzminden.

Die Grünen zeigten sich vor allem über die Ablehnung von Gesamtschulen, durch ihren früheren Koalitionspartner der SPD enttäuscht. Christian Meyer: „Während SPD und GRÜNE auf Landesebene die Errichtungshürden für Integrative Gesamtschulen gemeinsam gesenkt haben und beide Parteien integrative Schulformen als Wahlmöglichkeit befürworten, wird hier der ideologischen Gesamtschulgegnerschaft der FDP gefolgt.“

Die Mitgliederversammlung unterstütze daher einmütig die Forderungen des Kreis- und Stadtelternrates bei der anstehenden Elternbefragung zum Standort Billerbeck neben der Oberschule auch eine IGS abzufragen. „Nur nach einer Schulform zu fragen, wie es SPD, FDP und UWG wollen, ist eine Farce und eben keine freie Entscheidung des Elternwillens, von dem immer so viele reden“, so der Fraktionssprecher im Kreistag Peter Ruhwedel. Auch meinten einige schon vorher zu wissen, dass der Elternwille nicht ausreichend sei, gleichzeitig wird dem Abzug von Schülerinnen und Schülern von anderen Standorten das Wort geredet. „Das ist unredlich. Dabei wäre eine neue Oberschule in Holzminden vor allem eine Gefahr für die bestehenden Oberschulen wie in Bevern“, so Meyer und Ruhwedel. Zur Oberschule nach Bevern gehen zur Zeit einige Schülerinnen und Schüler aus Stahle und Holzminden. Da der Kreis auf Schulbezirke verzichtet, haben Eltern die freie Wahl ob sie ihre Kinder zur neuen Oberschule nach Holzminden oder zu den bestehenden in Bevern und Stadtoldendorf schicken. Die Grünen seien schon immer für ein faires dem Elternwillen entsprechendes Schulangebot im Landkreis gewesen. “Wir haben die Elternbefragung für eine Gesamtschule in den rot-grünen Koalitionen in Kreis und Stadt durchgesetzt”, so Meyer.

Die Grünen wollen daher die Eltern bei ihrer Forderung nach einer kreisweiten Elternbefragung für eine IGS aktiv unterstützen. „Bei der von der Kreismehrheit jetzt geplanten Befragung nur nach einer Oberschule, haben die Eltern eben keine Wahl, daher glaube ich nicht, dass viele mitmachen werden“, so Meyer. SPD, FDP und UWG hätten in ihrem Vertrag sich einseitig auf die Schulform Oberschule am Standort Billerbeck festgelegt. Die Grünen kündigten an, wenn „keine Mehrheit der Eltern in der Stadt bei der Befragung aktiv für eine Oberschule stimmt, dann gibt es für die Planungen der Kreistagsmehrheit keinen Rückhalt und Akzeptanz in der Elternschaft und die IGS-Forderung liegt weiter auf dem Tisch.“

Die Grünen sehen durch den Alleingang der Kreistagsmehrheit gegen den Kreiselternrat auch die Mitfinanzierung des Ringtauschs mit 4 Millionen Euro durch die Stadt Holzminden gefährdet. Dieser war klar an eine ergebnisoffene Elternbefragung zur Schulform am Standort Billerbeck gebunden.++ Meyer: „Mit diesem Abweichen von bisherigen Beschlüssen durch die Kreismehrheit kommt eben gerade keine Ruhe in die Schulpolitik im Kreis. Wir sollten den Elternwillen wie vereinbart ergebnisoffen erkunden, und dann endlich die Schulen sanieren. Warum haben SPD, FDP und UWG so große Angst vor dem Vorschlag des Kreiselternrates zu einer Elternbefragung wenn doch der Elternwille zählen soll? Will man nur fragen, was als Ergebnis rauskommen soll?“. 

Foto: GRÜNE

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