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03.11.2015 - 12:02 Uhr

Corveyer Gesundheitsgespräch zu Blasenentleerungsstörungen

Corvey (red). Im Rahmen der Corveyer Gesundheitsgespräche findet am Mittwoch, 11. November, der nächte Vortrag auf Schloss Corvey statt. Dann wird Dr. Hans-Jürgen Knopf, Chefarzt der Klink für Urologie, über folgendes Thema referieren: "Meine Harnblase spielt nicht mehr mit - wie können Botox und Schrittmacher helfen?" Die Veranstaltung wird durch die AOK Nord-West unterstützt, der Eintritt ist frei. Beginn ist um 17 Uhr, Anmeldungen sind bei Maria Puhan, AOK Nord-West, Paderborn, möglich unter Telefon 05251/124426. Nach dem Vortrag wird Dr. Hans-Jürgen Knopf Fragen der Zuhörer ausführlich beantworten.

Unter dem Krankheitsbild der so genannten „überaktiven Blase“ leiden rund 15 Prozent aller erwachsenen Menschen - Frauen häufiger als Männer. Symptome wie gehäuftes Wasserlassen - mindestens achtmal tagsüber, nächtliches Wasserlassen - mindestens zweimal, unerträglicher Harndrang und eine eventuell bestehende Inkontinenz führen zu einer gravierenden Beeinträchtigung der Lebensqualität, die zu völliger sozialer Isolation führen können, weil sich die Betroffenen aufgrund ihrer Probleme zurückziehen.

Die Auslöser dieser Erkrankung können bislang nur vermutet werden. Lassen sich keine Ursachen der Symptome finden, stehen die Verhaltens- und Physiotherapie an erster Stelle der Therapie. Meist kommen frühzeitig auch Medikamente, so genannte "Anticholinergika" zum Einsatz. Unter dieser Behandlung erfahren viele Betroffene eine Heilung oder zumindest eine deutliche Besserung der Beschwerden,  so dass sie wieder am täglichen Leben teilnehmen können.

Mindestens 40 Prozent der Betroffenen können nicht erfolgreich therapiert werden. Dies kann an der unzureichenden Wirkung, aber auch an Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten der Medikamente liegen. Für diese Patientinnen und Patienten kommen dann die Botox-Injektionstherapie oder eine sakrale Neuromodulation in Frage.

Die Botox-Therapie ist ein minimal-invasives Verfahren bei dem Botolinumtoxin A im Rahmen einer Blasenspiegelung an 10 bis 20 Stellen in den Blasenmuskel injiziert wird. Die Wirkung tritt innerhalb von etwa zwei Wochen ein und hält in Abhängigkeit von der Grunderkrankung, 8 bis 15 Monate an. Eine erneute Injektion ist möglich.

Alternativ kann eine sakrale Neuromodulation erfolgen. Hierbei werden zunächst Testelektroden im Bereich des Kreuzbeins implantiert. Über einen externen Impulsgeber wird dann die Aktivität der so genannten sakralen Nerven moduliert. Findet sich unter engmaschiger Kontrolle innerhalb von zwei bis vier Wochen eine Verringerung der Symptome, werden permanente Elektroden sowie ein permanenter Schrittmacher implantiert.

Dr. Hans-Jürgen Knopf, Chefarzt der Klinik für Urologie des Klinikum Wese-Egge, Standort St. Ansgar Krankenhaus in Höxter, sagt: "Bei fehlgeschlagener medikamentöser Therapie sind beide Verfahren erfolgversprechend. Welche Methode zur Anwendung kommt, hängt von der vorliegenden Symptomatik, den Untersuchungsergebnissen sowie der Präferenz der betroffenen Patientinnen und Patienten ab. Da die erforderliche Diagnostik vollständig an unserer Klinik erfolgen kann, können wir mit den Betroffenen anschließend das bestmögliche Behandlungskonzept festlegen."

Foto: KHWE

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