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15.08.2015 - 11:27 Uhr

HPI-Student aus Holzminden hilft bei optimaler Routenplanung im Vertrieb

Holzminden/Potsdam (red). Hagen Echzell, 20-jähriger Bachelorstudent des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), hat gemeinsam mit fünf Kommilitonen eine interaktive Software entwickelt, die es Vertriebsmitarbeitern ermöglicht, in Sekundenschnelle die optimale Reihenfolge der zu besuchenden Kunden zu ermitteln. Die Anwendung minimiert nicht nur die Fahrzeit, sondern analysiert in Echtzeit auch große Mengen an Geschäftsdaten im Hinblick auf besondere Priorität bestimmter Verkaufsstellen. Die Ergebnisse des Projektes stellt das sechsköpfige Team jetzt in Potsdam auf dem „Bachelorpodium“ gut 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft vor.

„Im Alltag stehen Vertreter in aller Welt vor einer großer Herausforderung: Sie müssen Woche für Woche Hunderte von Kunden besuchen, haben aber nur begrenzte Zeit. Daher gilt es, möglichst effiziente Routen zu wählen“, sagte Hagen Echzell. In Kooperation mit Colgate-Palmolive, einem der weltweit größten Hersteller für Konsumgüter, nahm sich das HPI-Team dieser Herausforderung an.

„Wir wollen von einer statischen zu einer dynamischen Tourenplanung.“, betonte Alexandre Datcharry, Business Analyst und Kommunikations-Koordinator bei Colgate-Palmolive in Paris. 
So basierte die Wochenplanung der Vertreter bisher maßgeblich auf statischen Leistungskennzahlen, die nur einmal im Jahr erhoben wurden. Die Software der jungen HPI-Forscher dagegen ermöglicht es, jederzeit tagesgenaue Einschätzungen vorzunehmen, um diese dynamisch in die Routenplanung einzubeziehen. So werden die Fahrzeiten kürzer und der Planungsprozess agiler.

„Ist beispielsweise ein Produkt gerade ausverkauft, so können die Vertreter blitzschnell darauf reagieren“, erklärte HPI-Student Echzell, der vor drei Jahren sein Abitur am Campe-Gymnasium in Holzminden ablegte. Grundlage für die gesamte Planung ist neben ausgeklügelten Algorithmen für die Routenoptimierung eine Hochgeschwindigkeits-Datenbank, die durch ihre hauptspeicherbasierte Architektur in der Lage ist, gewaltige Datenmengen in Echtzeit auszuwerten.

Das Bachelorprojekt betreuten Prof. Hasso Plattner, Leiter des Fachgebiets „Enterprise Platform and Integration Concepts“ (EPIC), dessen Lehrstuhl- Stellvertreter Dr. Matthias Uflacker sowie die Doktoranden Lars Butzmann, Martin Faust, Stefan Klauck und David Schwalb.

Foto: hpi

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