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23.05.2017 - 13:14 Uhr

Impfung gegen Blauzungenkrankheit wird dringend empfohlen

Kreis Holzminden (red). Die Blauzungenkrankheit (BT) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche der Wiederkäuer. Sie wird durch Viren verursacht und über Mücken der Gattung Culicoides übertragen. In mehreren europäischen Nachbarländern (Frankreich, Italien, Österreich) und in Südosteuropa sind im letzten Jahr Fälle von Blauzungenkrankheit aufgetreten.

Es ist damit zu rechnen, dass sich die Krankheit im Frühjahr und Sommer dieses Jahres weiter ausbreitet und auch in Deutschland Fälle auftreten werden. Das Friedrich- Löffler-Institut hält die Gefahr der Einschleppung in die Bundesrepublik Deutschland in seiner neuesten Risikobewertung für hoch. Da bei den meisten in Deutschland gehaltenen Wiederkäuern kein Impfschutz gegen die Blauzungenkrankheit besteht, könnte sich eine Infektion schnell und flächenmäßig ausbreiten. Neben den direkten Auswirkungen für die infizierten und erkrankten Tiere können sich insbesondere durch Handelsrestriktionen schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für die Tierhalter ergeben. Die Verbringung empfänglicher Tiere wie Rinder, Schafe und Ziegen wäre aus den dann zu bildenden Sperrzonen mit 150 Km Radius um einen Ausbruch herum nur unter Auflagen wie z. B. Impfung und/oder Untersuchung möglich.

Daher empfiehlt die ständige Impfkommission Veterinärmedizin in seiner „Impfempfehlung BTV“ den (freiwilligen) Einsatz der Impfung. Sie stellt die einzige Möglichkeit dar, Rinder und kleine Wiederkäuer (Schaf und Ziege) wirkungsvoll gegen eine BTV-Infektion zu schützen. Und sie ermöglicht den innergemeinschaftlichen Handel und mit einigen Drittländern im Seuchenfall. Das wäre frühestens 60 Tage nach einer abgeschlossenen Grundimmunisierung möglich. Da es sich bei der Blauzungenkrankheit um eine anzeigepflichtige Seuche handelt, muss die Durchführung der (freiwilligen) Impfung vom Landkreis Holzminden, Bereich Verbraucherschutz und Tiergesundheit, genehmigt werden. Die Genehmigung wird flächendeckend für den gesamten Landkreis mit einer Allgemeinverfügung erteilt.

Die Durchführung der Impfung erfolgt durch die Hoftierärzte/Hoftierärztinnen. Eine Kostenübernahme durch die Niedersächsische Tierseuchenkasse ist zurzeit nicht vorgesehen.

Für eventuelle Fragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereiches Verbraucherschutz und Tiergesundheit unter der Telefonnummer 05531-707347 zur Verfügung

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