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13.04.2017 - 16:35 Uhr

Das Hochmoor Mecklenbruch im Forstamt Neuhaus ist ein ganz spezieller Lebensraum mit zahlreichen Geheimnissen

Neuhaus (red). „O schaurig ist’s, übers Moor zu gehen…“ schrieb einst schon Annette von Droste-Hülshoff in ihrer Ballade „Der Knabe im Moor“. Dieser Vers der deutschen Dichterin beschreibt auch heute noch überaus treffend das Gefühl, das manchen Moorbesucher überkommt, wenn er sich diesem ganz speziellen Lebensraum nähert.

Denn Moore sind der Ort unheimlicher Mythen und Legenden. In alten Geschichten werden die sumpfigen Landschaften in erster Linie als unheimliche und menschenfeindliche Gegend beschrieben, in der Menschen und Tiere spurlos verschwinden. Und in der Tat sind diese speziellen Biotope alles andere als besonders lebensfreundlich, gelten Moore doch als ökologische Übergangszonen zwischen Land und Wasser, in denen ganz eigene Gesetze herrschen. Lebewesen, die hier auf Dauer bestehen wollen, müssen deshalb außergewöhnliche Strategien entwickeln. 

In der Solling-Vogler-Region im Weserbergland können Besucher auf eine ganz besondere Entdeckungsreise mitten durch diese so eigene Landschaft gehen. Denn inmitten des Naturparks Solling-Vogler, unweit des kleinen Örtchens Silberborn, liegt das Hochmoor Mecklenbruch im Forstamt Neuhaus. Das rund 63 Hektar große Areal ist etwa 4.300 Jahre alt und gilt als eines der wertvollsten Hochmoore Niedersachsens mit europaweiter Bedeutung für den Naturschutz. Dabei hat das 1939 unter Naturschutz gestellte Gebiet eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Noch vor einigen Jahrzehnten benötigte man den Torf des Moores zum Heizen. Beim Abbau des wertvollen Rohstoffes legte man das Gebiet fast vollständig trocken, ehe man sprichwörtlich die Notbremse zog und begann, das Gebiet zu renaturieren, um so das Erbe des Moores zu bewahren.

Heute ist hier die charakteristische und ursprüngliche Gestalt des Hochmoores wieder gut zu erkennen. Auf einem Holzsteg können Besucher trockenen Fußes und ohne das empfindliche Gleichgewicht der Natur zu stören, mitten durch das Moor wandern.

Wer noch mehr über das Hochmoor Mecklenbruch erfahren möchte, hat die Möglichkeit dazu bei einer geführten Wanderung. Diese finden an jedem zweiten und vierten Mittwoch im Monat – beginnend am 10. Mai – um 9.30 Uhr statt. Treffpunkt ist das Dorfgemeinschaftshaus Silberborn. Unter dem Motto „Das Hochmoor erleben – Natur verstehen“ finden außerdem an ausgewählten Samstagen Sonderführungen statt. Die erste Tour startet am 22. April um 16 Uhr am Parkplatz Mecklenbruch, weitere Termine sind: 6. und 20. Mai, 10. und 24. Juni, 8. und 22. Juli, 12. und 26. August, 9. und 23. September, sowie 7. und 21. Oktober und 4. November jeweils um 14 Uhr. Erwachsene zahlen für die Führung vier Euro, Kinder zwei Euro. Für Gruppen sind auch individuelle Führungen buchbar.

Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich.

Foto: SVR

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