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08.04.2017 - 11:27 Uhr

Migrantische Ökonomie für ländliche Kommunen: BMBF fördert Forschungsvorhaben an der HAWK mit 450.000 Euro

Holzminden (red). Migrantische Gründungen und Bestandsunternehmen werden in ländlichen Regionen kaum wahrgenommen. Dabei schaffen sie Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung, beleben die Innenstädte, leisten Beiträge zur Integration und sind damit angesichts des demografischen Wandels wichtig für die nachhaltige Entwicklung. Ziel des Projekts „MiGOEK - Migrantische Ökonomie für ländliche Regionen“ ist es, Gründerinnen und Gründern sowie Unternehmerinnen und Unternehmern mit Migrationshintergrund eine adäquate Ansprache, Beratung und Unterstützung zu bieten. Ein weiteres Ziel ist, durch Beratung und Workshops die interkulturelle Öffnung und Kompetenz von Verwaltung und Wirtschaftsorganisationen zu steigern. 

Das inter- und transdisziplinäre Verbundprojekt „MiGOEK“ wird in Zusammenarbeit der HAWK mit den Landkreisen Cloppenburg, Holzminden und Werra-Meißner durchgeführt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben im Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA), Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ ab April für insgesamt drei Jahre mit rund 450.000 Euro. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Leonie Wagner von der Holzmindener HAWK-Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen und Prof. Dr. Lahner von der Göttinger HAWK-Fakultät Ressourcenmanagement. Wissenschaftlich koordiniert wird das Projekt von Dr. Anke Kaschlik. 

Um das Projektziel zu erreichen, sollen zunächst innovative Lösungswege und Instrumente in „Reallaboren“ mit lokalen Akteur/inn/en erprobt und erforscht werden. Einbezogen werden Verwaltung, lokale Politik, Organisationen wie Kammern, Verbände, Migrant/inn/enorganisationen und Integrationsförderung sowie (potentielle) Gründer/innen und Unternehmer/innen.

Auf Grundlage der empirischen Erhebung und der Auswertung der Reallabore wollen die Projektbeteiligten zeigen, wie die Potentiale Migrantischer Unternehmen für eine nachhaltige Entwicklung und Stärkung kleiner Städte und ländlicher Regionen genutzt werden können. Dabei sollen nur bedingt neue Strukturen und Angebote geschaffen werden. Vielmehr werden vorhandene Angebote mit innovativen Ansätzen verknüpft und damit die Angebote verbessert. Mit Hilfe von mobilen Beratungsangeboten werden die spezifischen Bedarfe Migrantischer Unternehmen und Gründer/innen in ländlichen Räumen berücksichtigt. Gleichzeitig wird untersucht, in welcher Form ein dauerhaftes Beratungs- und Fortbildungsangebot umgesetzt werden kann.

Zur Zielgruppe gehören bestehende Betriebe, die durch Beratung und Fortbildung in ihrer Wettbewerbsfähigkeit und mit Blick auf ihre Wachstumschancen gestärkt bzw. in wirtschaftlichen oder administrativen Fragen unterstützt werden können. Ebenfalls bedeutend sind in diesem Zusammenhang verbesserte Zugänge zu Verwaltung und Unternehmensnetzwerken. Entscheidende Multiplikatoren und „Türöffner“ sind an dieser Stelle Migrant/inn/enorganisationen. Das Vorhaben zielt zudem auf die Aktivierung und Orientierung von Migrant/innen, die eine tragfähige Existenzgründung planen oder für die Zukunft in Erwägung ziehen. 

Die Ergebnisse sollen unter anderem in Veröffentlichungen und ein Online-Angebot einfließen, um auch anderen Regionen die Möglichkeit zu geben, die Erkenntnisse für sich zu nutzen.

Foto: HAWK

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