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12.02.2017 - 10:11 Uhr

Innovationsverbund Holzminden-Höxter: Es geht los!

Holzminden (red). Was im Mai 2014 mit dem „Fürstenberger Gespräch“ im Schloss Fürstenberg begann, im Juni 2015 mit „Corveyer Programm“ zum ersten mal verschriftlich wurde, mündete im November 2016 in der Übergabe des Zuwendungsbescheides für das „Länderübergreifende Kooperationsnetzwerk zur Stärkung des wirtschaftlichen Innovationspotentials in der Region Holzminden-Höxter“.

Der fast dreijährige Prozess, der die Vernetzung des Wirtschaftsraums vorantreiben sollte, hat viele Akteurinnen und Akteure aus den Kreisen Holzminden und Höxter zusammen gebracht, die in zahlreichen Workshops spannende Ideen entwickelt haben. Sie waren Grundlage für den Förderantrag, der von den Wirtschaftsministerien in Niedersachsen und Nordrhein Westfalen zu gleichen Teilen bezuschusst wird. Doch was verbirgt sich ganz konkret hinter dem Projekt? Ziel des gemeinsamen branchenübergreifenden Innovationsverbunds HolzmindenHöxter ist die Unterstützung von Innovationen in Handwerk, Industrie und Dienstleistungen. Der Verbund ist getragen von der gemeinsamen Überzeugung, dass zukunftsfähiges Wirtschaften länderübergreifendes Entwickeln, Denken und Handeln bedarf.

Drei Handlungsfelder leiten die Aktivitäten des Innovationsnetzwerkes und schaffen die notwendigen Voraussetzungen für eine Erhöhung der Wertschöpfung im gemeinsamen Wirtschaftsraum Holzminden-Höxter. Es sind dieses die Themen Innovation, Gründung und Fachkräfte.

Im Handlungsfeld Innovation wird angestrebt, die Zusammenarbeit von und der Wissenstransfer zwischen den Unternehmen auf beiden Seiten der Weser zu intensivieren. Angedacht sind gemeinsame branchenübergreifende Arbeitskreise z.B. zu Themen wie Qualitätsmanagement sowie Ausbildung, das Teilen von Unternehmensinfrastruktur (z.B. Labor, Werkstätten usw.), die Entwicklung von unternehmensübergreifenden Weiterbildungskonzepten oder der gemeinsame Energieeinkauf. Auch die Zusammenarbeit in Forschungs- und Entwicklungsprojekten vor allem im Bereich der Prozess- und Organisationsinnovation oder der Digitalisierung sind denkbar.

In enger Partnerschaft mit den Hochschulen beidseits der Weser – der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) und der Hochschule OstwestfalenLippe (OWL) - ist geplant, die Gründungs- und Ansiedlungsaktivitäten auszubauen. Das kann im Umfeld der großen Unternehmen geschehen, z. B als sogenannte Ausgründungen, als vor- oder nachgelagerte Firmen in der Zuliefererkette, oder es können Start-Ups aus den Hochschulen seien. Ganz wesentlich dabei ist die Schaffung eines gründerfreundlichen Klimas mit Unterstützungsangeboten, die über die Beratung der Wirtschaftsförderungen hinausgehen (z. B. Wirtschaftssenioren, Mentoren-Netzwerk etc.) Im Verlauf des Projektes wird auch die Entwicklung eines gemeinsamen Gewerbegebietes als Ziel verfolgt.

Von zentraler Bedeutung für den Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft ist die Bindung und Gewinnung von qualifizierten Fachkräften. Um „länderübergreifende“ Potentiale in der Aus- und Weiterbildung besser nutzen zu können, werden Synergien zwischen den vorhandenen Berufsmessen („Holbit“, „Smart-Job-Messe“ etc.) geschaffen und die beruflichen Perspektiven für junge Menschen transparent gemacht. Als gutes Beispiel dient hier das vom Industrieverein Alfeld durchgeführte Projekt „Date your Job“.

Gerade im Handlungsfeld Fachkräfte können gute Projekte von der einen auf die andere Weserseite übertragen und weiter entwickelt werden. So gibt es im Kreis Höxter das erfolgreiche Weiterbildungskonzept PEPP (Personalentwicklung im Hochstift), wie auch die in Westfalen an verschiedenen Orten betriebenen „BANGNetzwerke“ (Berufliches AusbildungsNetzwerk im Gewerbebereich"). Hierbei teilen sich die Mitgliedsunternehmen Ausbildungswerkstätten und flankieren den Unterricht der Berufsbildenden Schulen, sodass zum einen bessere Abschlüsse erzielt werden, bzw. schwächere Auszubildende intensiv betreut werden und Ausbildungsabbrüche verhindert werden. Das Modell eignet sich gut, um auch geflüchteten Menschen eine berufliche Perspektive in der Region zu eröffnen.

Im Gegenzug wird an der Georgvon-Langen Schule in Holzminden gemeinsam mit dem Zukunftszentrum Holzminden-Höxter und der Berufsbildenden Schule in Duderstadt in einem Modellprojekt „Blended-Learning“ bei der kaufmännischen Ausbildung im Groß- und Außenhandel erprobt. Die Einbindung neuster digitaler Technik in der Berufsbildung kann helfen, Schulstandorte im ländlichen Raum zu sichern. So haben die Projektpartner, allen voran die beiden Wirtschaftsverbände Weserpulsar e.V. und die Wirtschaftsinitiative im Kreis Höxter WIH viel vor in den nächsten drei Jahren! So lange ist das Projekt angelegt.

Kooperationspartner im Innovationsverbund sind auch die Kreisstädte Höxter und Holzminden, das Zukunftszentrum Holzminden-Höxter und beide Landkreise. Ab März geht es mit der Arbeit los – dann nimmt die neue Innovationsnetzwerkmanagerin ihre Arbeit auf.

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