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04.02.2017 - 12:57 Uhr

Falknerei wurde von der UNESCO als „Immaterielles Kulturerbe“ anerkannt und steht im Februar im Wildpark Neuhaus im Mittelpunkt

Neuhaus (red). Falknerei bezeichnet die Kunst, mit Greifvögeln zu jagen. Die Geschichte der Falknerei reicht dabei weit zurück. Schon seit mehr als 3.500 Jahren gehen Menschen verschiedenster Kulturen und Völker mit unterschiedlicher religiöser, politischer und kultureller Tradition auf gleiche Art und Weise mit Greifvögeln auf die Jagd. Das Wissen und die Erfahrung um den Umgang mit den Tieren wird dabei von Generation zu Generation weitergegeben. Dadurch ist die Kulturtechnik Falknerei in ihren Grundgedanken trotz aller technischen Fortschritte bis heute in fast unveränderter Form erhalten geblieben – und daher Ende vergangenen Jahres von der UNESCO als „Immaterielles Kulturerbe der Menschheit“ anerkannt worden.

Mit dieser Auszeichnung unterstützt die UNESCO den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt traditioneller Kulturformen, die entscheidend von menschlichem Wissen und Können getragen werden. Faktoren, die bei der Falknerei von großer Bedeutung sind. Denn das Erlernen der benötigten Fähigkeiten ist allein über eine theoretische Vermittlung nicht möglich, da sich das Tier nur durch positive Bestätigung und viele Belohnungen an seinen Falkner gewöhnt. Auch die Pflege verletzter Wild-Greifvögel erfordert ein großes Maß an Fingerspitzengefühl. Ein Erfahrungsaustausch der Falkner untereinander und die Weitergabe seiner persönlichen Erfahrungen ist daher ein unerlässlicher Bestandteil, dieses Kulturgut auch für kommende Generationen zu wahren.

Wer mehr über die Faszination Falknerei erfahren möchte, hat am 19. Februar in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland die Chance dazu, denn im Wildpark Neuhaus der Niedersächsischen Landesforsten dreht sich an diesem Tag alles um das frisch gekürte Immaterielle Kulturerbe. Von 11 bis 16 Uhr steht Falknerin Monique Menne für alle Fragen rund um die Greifvögel zur Verfügung. „Ein Thema, das uns Falknern sehr wichtig ist, ist der aktive Greifvogelschutz und der Gefährdungsstatus einiger Arten. Auch darauf möchte ich an diesem Tag näher eingehen“, gibt Menne einen kleinen Vorgeschmack auf das Programm. Doch natürlich bleibt nicht alles bei theoretischen Vorträgen. Denn die Falknerin wird einige ihrer gefiederten Mitarbeiter – darunter Turmfalke, Harris Hawk und Schleiereule – dabei haben, diese auf der Faust präsentieren und so die Möglichkeit schaffen, die majestätischen Tiere einmal aus nächster Nähe zu erleben. „Auch ihre spezifischen Merkmale, die Unterschiede zwischen den einzelnen Arten und ihrem Jagdverhalten können so deutlich gemacht werden“ erklärt die Falknerin, die sich darauf freut, rund um das Gelände der Falknerei im Wildpark viele Gäste begrüßen zu dürfen.

Auch wenn das WildparkHaus – das Solling Besucherzentrum – aufgrund von Renovierungsarbeiten aktuell geschlossen ist: Der Wildpark hat weiterhin täglich von 9 bis 17 Uhr seine Pforten für Besucher geöffnet und wird in den kommenden Monaten noch die ein oder andere besondere Veranstaltung auf die Beine stellen. Auch für Verpflegung vor oder nach dem Wildparkbesuch ist weiterhin gesorgt. Weitere Informationen sind im WildparkHaus, Tel. 05536/9609980, sowie bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich. Mehr zur Falknerei im Wildpark Neuhaus erfahren Sie unter www.falknerei-wildpark-neuhaus.de .

Foto: Privat

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